Lehre und FakultÀten: F I - F II
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. November 2009 um 21:01 Uhr
FĂŒr den Lehrbetrieb verantwortlich sind vier FakultĂ€ten:
FAKULTĂT I - Einsatz- und FĂŒhrungswissenschaften
StudienfÀcher:
-
Einsatzwissenschaft
-
Einsatztraining / Sport / SchieĂen
-
FĂŒhrungswissenschaft
-
Verkehrswissenschaft
FAKULTĂT II - Kriminalwissenschaften - nĂ€here Informaionen
Wenn sich ein AuĂenstehender ĂŒberlegen sollte, was denn wohl ein werdender Polizei- oder Kriminalkommissar alles studieren muss, um seinen Beruf gut auszuĂŒben, denkt er sicher nicht zuletzt an die Kriminalwissenschaften. Kriminalistik und Kriminologie sind dann auch der Beitrage der FakultĂ€t II, fĂŒr den kĂŒnftigen Berufsweg der Studierenden. WĂ€hrend sich die Kriminalistik mit den taktischen und technischen Möglichkeiten zur effektiven und effizienten BekĂ€mpfung der KriminalitĂ€t sowie der AufklĂ€rung von Straftaten im Einzelfall befasst, stellt die Kriminologie eher generelle Fragen nach der Entstehung und Entwicklung von KriminalitĂ€t.
Ein eigenstÀndiger kriminalwissenschaftlicher Studiengang wird nicht angeboten. Eine Frage, die immer wieder an uns gerichtet wird.
Die strukturellen VerĂ€nderungen in der Polizei, vor allem die weitreichende Ermittlungskompetenz der Schutzpolizei und die damit verbundene Neustrukturierung des Studiums, hatten in jĂŒngerer Zeit auf die Vorlesungen erhebliche Auswirkungen. Erfolgten ĂŒber zwei Jahrzehnte hinweg die Vorlesungen fĂŒr die Schutz- und die Kriminalpolizei getrennt, so werden diese heute im Pflichtteil zusammengefasst. Dabei finden BerufsanfĂ€nger und "alte Hasen" im selben Hörsaal zusammen. Alle zu interessieren, dabei die einen zufrieden zu stellen und die anderen nicht zu ĂŒberfordern, ist eine Herausforderung, der es gerecht zu werden gilt indem verstĂ€rkt auf Methodenkompetenz abgestellt wird. Reines Faktenwissen wird zunehmend auf elektronischem Wege verfĂŒgbar gemacht. So kann jeder Studierende dem individuellen Wissensstand entsprechend seine LĂŒcken schlieĂen.
Die heterogene Zusammensetzung der Lehrveranstaltungen, deren Teilnehmer bis zum Studium unterschiedlichste Berufswege haben, birgt aber auch den Vorteil, dass breites Erfahrungswissen eingebracht wird und so Synergieeffekte entstehen. UnterstĂŒtz wird dies durch die Vielfalt der Lehrmethoden, die neben der klassischen Vorlesung, Gruppen- und Projektarbeiten sowie Seminare umfassen. Es ist unser Anliegen, dass die Studierenden auf diesem Weg en passant ein klein wenig selbst zu Lehrenden werden. Auch dass ist eine Facette des polizeilichen Berufsbildes.
Neben den traditionellen, eng mit den Rechtswissenschaften abgestimmten Grundlagen der Kriminaltaktik, bestehend aus Verdachtslehre, Personalbeweis, Fahndung und Informationssystemen, werden heute allen Studierenden Themen wie die Fallanalyse, die Bildung von Tat-/TÀterhypothesen und die Arbeit in Ermittlungsgruppen oder Sonderkommissionen dargeboten. Daneben werden Kenntnisse zu einzelnen Deliktsbereichen in AbhÀngigkeit der aktuellen KriminalitÀtslage und Rechtsentwicklung vermittelt. Dies findet in Abstimmung mit den Inhalten der Psychologie statt.
Ein eigenstÀndiger kriminalwissenschaftlicher Studiengang wird nicht angeboten. Eine Frage, die immer wieder an uns gerichtet wird.
Die strukturellen VerĂ€nderungen in der Polizei, vor allem die weitreichende Ermittlungskompetenz der Schutzpolizei und die damit verbundene Neustrukturierung des Studiums, hatten in jĂŒngerer Zeit auf die Vorlesungen erhebliche Auswirkungen. Erfolgten ĂŒber zwei Jahrzehnte hinweg die Vorlesungen fĂŒr die Schutz- und die Kriminalpolizei getrennt, so werden diese heute im Pflichtteil zusammengefasst. Dabei finden BerufsanfĂ€nger und "alte Hasen" im selben Hörsaal zusammen. Alle zu interessieren, dabei die einen zufrieden zu stellen und die anderen nicht zu ĂŒberfordern, ist eine Herausforderung, der es gerecht zu werden gilt indem verstĂ€rkt auf Methodenkompetenz abgestellt wird. Reines Faktenwissen wird zunehmend auf elektronischem Wege verfĂŒgbar gemacht. So kann jeder Studierende dem individuellen Wissensstand entsprechend seine LĂŒcken schlieĂen.
Die heterogene Zusammensetzung der Lehrveranstaltungen, deren Teilnehmer bis zum Studium unterschiedlichste Berufswege haben, birgt aber auch den Vorteil, dass breites Erfahrungswissen eingebracht wird und so Synergieeffekte entstehen. UnterstĂŒtz wird dies durch die Vielfalt der Lehrmethoden, die neben der klassischen Vorlesung, Gruppen- und Projektarbeiten sowie Seminare umfassen. Es ist unser Anliegen, dass die Studierenden auf diesem Weg en passant ein klein wenig selbst zu Lehrenden werden. Auch dass ist eine Facette des polizeilichen Berufsbildes.
Neben den traditionellen, eng mit den Rechtswissenschaften abgestimmten Grundlagen der Kriminaltaktik, bestehend aus Verdachtslehre, Personalbeweis, Fahndung und Informationssystemen, werden heute allen Studierenden Themen wie die Fallanalyse, die Bildung von Tat-/TÀterhypothesen und die Arbeit in Ermittlungsgruppen oder Sonderkommissionen dargeboten. Daneben werden Kenntnisse zu einzelnen Deliktsbereichen in AbhÀngigkeit der aktuellen KriminalitÀtslage und Rechtsentwicklung vermittelt. Dies findet in Abstimmung mit den Inhalten der Psychologie statt.
Spezialthemen, wie z. B. die Brandermittlung oder WirtschaftkriminalitĂ€t bleiben dagegen den Schwerpunktstudien vorbehalten, die mit EinfĂŒhrung des Bachelorstudienganges in Wahlmodule ĂŒbergehen.
Die ebenfalls als eigenstÀndiges Fach ausgewiesene Kriminaltechnik sollen die Studierenden als eine empirische, wissenschaftliche Disziplin kennen lernen und verstehen, welche die Erkenntnisse der Naturwissenschaften, der Rechtsmedizin, sowie der technischen Entwicklungen interdisziplinÀr zur AufklÀrung polizeirelevanter Ereignisse einsetzt. Die Bedeutung des Erkennungsdienstes, verschiedene Spurenarten, deren Sicherung bei VerkehrsunfÀllen und in vielen Deliktsfeldern bis hin zu Sexualdelikten oder Todesermittlungen, bilden die Inhalte. Das Erkennen von falschen Personaldokumenten und Digitale Spuren gewinnen immer mehr an Bedeutung.
Ăber die Lehre i. R. des Studiums hinaus bieten die Mitglieder der Fachgruppe das alljĂ€hrliche Internationale Seminar fĂŒr Kriminaltechnik an. Durch intensive Zusammenarbeit mit den Rechtsmedizinern der UniversitĂ€ten Baden-WĂŒrttembergs, dem Landeskriminalamt, dem Bundeskriminalamt und Fachfirmen wird in diesem viel beachteten, grenzĂŒberschreitenden Forum der technischer Weiterentwick-lungen Rechnung getragen.
Kriminaltaktisch wie –technisch besteht die gröĂte Herausforderung darin, die Lehrinhalte stĂ€ndig der rasanten Entwicklung der Elektronik und Computer-technologie anzupassen, die gleichermaĂen neue Deliktsformen wie Ermittlungs-chancen mit sich bringt.
Der kriminologische Part des Studiums an der Hochschule fĂŒr Polizei soll den Studierenden ĂŒber ihre beruflichen Alltags- und Einzelfallerfahrungen hinaus Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Erscheinungsformen von KriminalitĂ€t allgemein und der konkreten Straftat im Besonderen vermitteln, sowie den Blick auf die gröĂeren ZusammenhĂ€nge richten, in denen "Strafverfolgung" stattfindet. Die gesellschaftlichen, sozialen und psychologischen "Ursachen", Bedingungs-zusammenhĂ€nge und GrĂŒnde der verschiedenen Erscheinungsformen von KriminalitĂ€t werden dabei ebenso aufgegriffen wie der je spezifische Umgang der Gesellschaft mit KriminalitĂ€t und mit dem "Kriminellen". Zugleich sollen die Studierenden aber auch befĂ€higt werden, im Einzelfall den "TĂ€ter in seinen sozialen BezĂŒgen" im Hinblick auf seine kriminologischen GefĂ€hrdungslagen und seine kriminelle GefĂ€hrlichkeit einzuschĂ€tzen. Es geht also im mehrfachen Sinne des Wortes um "Angewandte Kriminologie". Dabei spielen soziologisched Aspekte eine maĂgebliche Rolle. Dem wurde im neuen Bachelorstudiengang Rechung getragen, indem die FĂ€cher Kriminologie und Soziologie zusammengefĂŒhrt werden.
Die Vorlesungen im Grundstudium I und II sind auf eine systematische Wissensvermittlung ausgerichtet: Gleich zu Beginn des Studiums wird den Studierenden mit dem Themenschwerpunkt "Verbrechen und KriminalitĂ€t als gesellschaftliches PhĂ€nomen" vor Augen gefĂŒhrt, dass die polizeilich bzw. amtlich registrierte KriminalitĂ€t bereits das Produkt eines vorausgegangenen vielschichtigen Bewertungs-, Herstellungs- und Ausfilterungsprozesses durch Opfer, Zeugen, Umfeld usw. ist, der sich auf der Ebene der staatlichen Strafverfolgung durch die Bewertungen und Entscheidungen der Strafverfolgungsorgane nicht nur im Rahmen rechtlicher Vorgaben, sondern auch durch die jeweilige "Definitionsmacht" der EntscheidungstrĂ€ger fortsetzt. Neben den Möglichkeiten und Grenzen von Aussagen auf der Basis von Kriminalstatistiken, insbesondere der Polizeilichen Kriminalstatistik, werden auch die Methoden und Ergebnisse der Dunkel-feldforschung sowie jener zur KriminalitĂ€tsfurcht beleuchtet. Im Zentrum des Grundstudiums stehen jedoch die Erscheinungsformen und die ErklĂ€rungsansĂ€tze zur KriminalitĂ€t einzelner Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden, von Migranten mit anderem kulturellen Hintergrund, von Randgruppen und AuĂenseitern, aber auch die Themen "Frauen und KriminalitĂ€t" sowie "alte Menschen und KriminalitĂ€t". Einen weiteren Schwerpunkt bildet ein Ăberblick ĂŒber kriminologische Theorien und ErklĂ€rungsansĂ€tze zum TĂ€ter in seinen sozialen BezĂŒgen, zum Verbrechensopfer (Viktimologie), zum Einfluss von Wohnumwelt, StĂ€dtebau und Architektur auf die Entstehung von Straftaten sowie zu den Wechselwirkungen von Medienkonsum und KriminalitĂ€t. Die zentrale Frage ist dabei stets, wie diese Erkenntnisse fĂŒr MaĂnahmen der KriminalitĂ€tskontrolle und der KriminalprĂ€vention nutzbar gemacht, praktisch umgesetzt und die so getroffenen MaĂnahmen auf ihre Wirksamkeit ĂŒberprĂŒft (Evaluation) werden können.
Im Hauptstudium mĂŒnden diese Erkenntnisse im Rahmen verschiedener fĂ€cher-ĂŒbergreifend zu beleuchtender Szenarien in die Darstellung von Erscheinungsformen, ErklĂ€rungs-, BekĂ€mpfungs- und PrĂ€ventionsansĂ€tze einzelner Deliktsfelder wie Korruption, GewaltkriminalitĂ€t, SexualkriminalitĂ€t oder politisch motivierter KriminalitĂ€t.
Kriminaltaktisch wie –technisch besteht die gröĂte Herausforderung darin, die Lehrinhalte stĂ€ndig der rasanten Entwicklung der Elektronik und Computer-technologie anzupassen, die gleichermaĂen neue Deliktsformen wie Ermittlungs-chancen mit sich bringt.
Der kriminologische Part des Studiums an der Hochschule fĂŒr Polizei soll den Studierenden ĂŒber ihre beruflichen Alltags- und Einzelfallerfahrungen hinaus Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Erscheinungsformen von KriminalitĂ€t allgemein und der konkreten Straftat im Besonderen vermitteln, sowie den Blick auf die gröĂeren ZusammenhĂ€nge richten, in denen "Strafverfolgung" stattfindet. Die gesellschaftlichen, sozialen und psychologischen "Ursachen", Bedingungs-zusammenhĂ€nge und GrĂŒnde der verschiedenen Erscheinungsformen von KriminalitĂ€t werden dabei ebenso aufgegriffen wie der je spezifische Umgang der Gesellschaft mit KriminalitĂ€t und mit dem "Kriminellen". Zugleich sollen die Studierenden aber auch befĂ€higt werden, im Einzelfall den "TĂ€ter in seinen sozialen BezĂŒgen" im Hinblick auf seine kriminologischen GefĂ€hrdungslagen und seine kriminelle GefĂ€hrlichkeit einzuschĂ€tzen. Es geht also im mehrfachen Sinne des Wortes um "Angewandte Kriminologie". Dabei spielen soziologisched Aspekte eine maĂgebliche Rolle. Dem wurde im neuen Bachelorstudiengang Rechung getragen, indem die FĂ€cher Kriminologie und Soziologie zusammengefĂŒhrt werden.
Die Vorlesungen im Grundstudium I und II sind auf eine systematische Wissensvermittlung ausgerichtet: Gleich zu Beginn des Studiums wird den Studierenden mit dem Themenschwerpunkt "Verbrechen und KriminalitĂ€t als gesellschaftliches PhĂ€nomen" vor Augen gefĂŒhrt, dass die polizeilich bzw. amtlich registrierte KriminalitĂ€t bereits das Produkt eines vorausgegangenen vielschichtigen Bewertungs-, Herstellungs- und Ausfilterungsprozesses durch Opfer, Zeugen, Umfeld usw. ist, der sich auf der Ebene der staatlichen Strafverfolgung durch die Bewertungen und Entscheidungen der Strafverfolgungsorgane nicht nur im Rahmen rechtlicher Vorgaben, sondern auch durch die jeweilige "Definitionsmacht" der EntscheidungstrĂ€ger fortsetzt. Neben den Möglichkeiten und Grenzen von Aussagen auf der Basis von Kriminalstatistiken, insbesondere der Polizeilichen Kriminalstatistik, werden auch die Methoden und Ergebnisse der Dunkel-feldforschung sowie jener zur KriminalitĂ€tsfurcht beleuchtet. Im Zentrum des Grundstudiums stehen jedoch die Erscheinungsformen und die ErklĂ€rungsansĂ€tze zur KriminalitĂ€t einzelner Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden, von Migranten mit anderem kulturellen Hintergrund, von Randgruppen und AuĂenseitern, aber auch die Themen "Frauen und KriminalitĂ€t" sowie "alte Menschen und KriminalitĂ€t". Einen weiteren Schwerpunkt bildet ein Ăberblick ĂŒber kriminologische Theorien und ErklĂ€rungsansĂ€tze zum TĂ€ter in seinen sozialen BezĂŒgen, zum Verbrechensopfer (Viktimologie), zum Einfluss von Wohnumwelt, StĂ€dtebau und Architektur auf die Entstehung von Straftaten sowie zu den Wechselwirkungen von Medienkonsum und KriminalitĂ€t. Die zentrale Frage ist dabei stets, wie diese Erkenntnisse fĂŒr MaĂnahmen der KriminalitĂ€tskontrolle und der KriminalprĂ€vention nutzbar gemacht, praktisch umgesetzt und die so getroffenen MaĂnahmen auf ihre Wirksamkeit ĂŒberprĂŒft (Evaluation) werden können.
Im Hauptstudium mĂŒnden diese Erkenntnisse im Rahmen verschiedener fĂ€cher-ĂŒbergreifend zu beleuchtender Szenarien in die Darstellung von Erscheinungsformen, ErklĂ€rungs-, BekĂ€mpfungs- und PrĂ€ventionsansĂ€tze einzelner Deliktsfelder wie Korruption, GewaltkriminalitĂ€t, SexualkriminalitĂ€t oder politisch motivierter KriminalitĂ€t.

Lehre und FakultÀten: F I - F II












