Banner
Banner
Banner
Banner

Homepage Prof. Dr. Hermanutz

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

HERMANUTZ, Max Prof. Dr.HER­MA­NUTZ, Max
Prof. Dr.

K 1.11
Te­lefon +49 (0) 7720 309-552
 

Max­Her­ma­nutz@hfpol-vs.de

 


Wer­de­gang:

Stu­dium:

Psy­cho­logie im Haupt­fach mit dem Stu­dien­schwer­punkt kli­ni­sche Psy­cho­logie, im Ne­ben­fach Bio­logie. 1979 Di­plom­haupt­prü­fung (Di­plom Psy­cho­loge), 1983 Pro­mo­tion (Dr. rer. soc.).

Die Themen der Di­plom­ar­beit und Dis­ser­ta­tion be­schäf­tigen sich mit psy­chi­schen Er­kran­kungen in Zu­sam­men­hang mit psy­cho­phy­sio­lo­gi­schen Fra­ge­stel­lungen. Die Ver­Ã¶f­fent­li­chungen dieser Ar­beiten liegen im Grenz­be­reich zwi­schen Psy­cho­logie und Me­dizin.

Aus­bil­dung zum Ver­hal­tens­the­ra­peut. Ap­pro­ba­tion (Psy­cho­lo­gi­scher Psy­cho­the­ra­peut).


Praxis und For­schung:

1976 bis 1983 Tä­tig­keiten als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­beiter der Fach­gruppe Kli­ni­sche Psy­cho­logie an der Uni­ver­sität Kon­stanz und im Zen­trum für Psych­ia­trie, Kon­stanz-Rei­chenau.

1983 bis 1987 An­ge­stellter im Vin­zenz von Paul Hos­pital, Rott­weil – Klinik für Psych­ia­trie, Psy­cho­the­rapie und Neu­ro­logie.

1987 - Er­nen­nung zum Pro­fessor an der Fach­hoch­schule Vil­lingen-Schwen­ningen – Hoch­schule für Po­lizei.


For­schungs­schwer­punkte, die im Zu­sam­men­hang mit prak­ti­scher Po­li­zei­ar­beit stehen:

Um­gang mit psy­chisch kranken Men­schen, Stress­be­las­tungen im po­li­zei­li­chen All­tags­han­deln, Akute und Post­trau­ma­ti­sche Be­las­tungs­re­ak­tionen von Op­fern, In­ter­ven­ti­ons­maß­nahmen bei trau­ma­ti­schen Er­leb­nissen, Eva­lua­tion (Stu­dium, In­ter­ven­tion, Ar­beits­ana­lysen), Mo­ti­va­tion und Ar­beits­zu­frie­den­heit, Psy­cho­phy­sio­logie.

Seit 1999
Ver­neh­mungs­psy­cho­logie und Glaub­haf­tig­keit,
Stress und Schießen,
Ein­satz­kom­mu­ni­ka­tion
 


Ak­tu­elle Pro­jekte:

Stress und Schießen in Zu­sam­men­ar­beit mit Wolf­gang Spöcker.

Bisher wurden drei Ex­pe­ri­mente psy­cho­phy­sio­lo­gi­sche Un­ter­su­chungen bei Schieß­trai­ning ge­macht. Erste Er­geb­nisse liegen vor und wurden ver­Ã¶f­fent­li­chet in:

Her­ma­nutz, M., Spöcker, W., Geiger, S., Schweitzer, S. (2000). Schießen mit kühlem Kopf unter Stress­be­din­gungen. Po­lizei & Wis­sen­schaft, 1, 45-57.

Her­ma­nutz, M., Spöcker W. (2003). Com­pu­ter­spiele - Trai­ning für den Schuss­waf­fen­ein­satz. In Lorei, C. (Hrsg.) Ei­gen­si­che­rung & Schuss­waf­fen­ein­satz bei der Po­lizei. Bei­träge aus Wis­sen­schaft und Praxis. Frank­furt: Verlag für Po­li­zei­wis­sen­schaft.

Her­ma­nutz, M., Spöcker, W., Pan­ning, M. (2003). Schießen lernen mit Com­pu­ter­spielen. Po­lizei & Wis­sen­schaft, 3, 2-16

Her­ma­nutz, M., Spöcker, W. (2005). Men­tale Vor­be­rei­tung ver­bes­sert die Ei­gen­si­che­rung. Deut­sches Po­li­zei­blatt, 5, 6-11.

Ein­satz­kom­mu­ni­ka­tion in Zu­sam­men­ar­beit mit Wolf­gang Spöcker.

Das Thema wurde im Rahmen einer Di­plom­ar­beit be­ar­beitet. In einem Ver­such wurden 103 Po­li­zei­kon­trollen durch­ge­führt, das Ver­halten der Po­li­zisten be­ob­achtet und vom po­li­zei­li­chen Ge­gen­Ã¼ber be­ur­teilt. Dabei wurden die Po­li­zisten immer wieder mit sog. "Kil­ler­phrasen" kon­fron­tiert, also Sprüche, denen der Po­li­zei­be­amte täg­lich aus­ge­setzt ist. Es wurden Ka­te­go­rien ge­bildet, je nachdem ob ein Po­li­zei­be­amter lange, aus­führ­liche, kurze oder pro­vo­kante Ant­worten lie­fert. Mit einem Fra­ge­bogen wurde an­schlie­ÃŸend er­hoben, welche Art der Ant­worten der Bürger hören möchte. Über­ra­schen­der­weise wird eine aus­führ­liche, er­klä­rende Ant­wort be­vorzug.
Bött­cher, H. & Wa­chen­heim, P. (2005). Be­trach­tung der Ein­satz­kom­mu­ni­ka­tion
bei Per­so­nen­kon­trollen aus psy­cho­lo­gi­scher Sicht.
Un­ver­Ã¶f­fent­lichte Di­plom­ar­beit: Fach­hoch­schule Vil­lingen-Schwen­ningen, Hoch­schule für Po­lizei.
Her­ma­nutz, M., Spöcker, W., Cal, Y., Ma­loney, J. (2005). Kom­mu­ni­ka­tion bei po­li­zei­li­chen Rou­ti­ne­tä­tig­keiten. Po­lizei & Wis­sen­schaft, 3, 19-39. Ver­Ã¶f­fent­licht als On­line-Do­ku­ment im Po­lizei-Newsletter unter www.po­lizei-newsletter.de (nur im In­ternet ver­fügbar) oder kon­kret: http://www.po­lizei-newsletter.de/pdf-files.htm (nur im In­ternet ver­fügbar)
Dieses Er­gebnis sollte nun in einer wei­teren Studie 2006 in Zu­sam­men­ar­beit mit der Po­li­zei­schule Bi­berach re­pli­ziert werden. Dabei wurden die Po­li­zei­be­amten in zwei Gruppen un­ter­teilt, wovon die eine einem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning un­ter­zogen wurde und die an­dere als Kon­troll­gruppe galt. Die Po­li­zei­be­amten sollten fik­tive Kon­trollen bei BVJ-Schü­lern durch­führen, von denen sie an­schlie­ÃŸend be­wertet wurden. Die BVJ-Schüler kon­fron­tierten die Be­amten dabei immer wieder mit Sprü­chen, auf die es zu rea­gieren galt.

Ver­neh­mungs­psy­cho­logie und Glaub­haf­tig­keit in Zu­sam­men­ar­beit mit Frank Adler, Ottmar Kroll, Sven Max Litzcke.
ALIBI ­ Pro­jekt
Ver­neh­mungs­psy­cho­logie und Glaub­haf­tig­keit ein­schätzen


Max Her­ma­nutz, Frank Adler, Sven Litzcke, Ottmar Kroll
Das Pro­jekt ALIBI ent­stand auf­grund der po­si­tiven Re­so­nanz auf fach­Ã¼ber­grei­fende Lehr­ver­an­stal­tungen an der Hoch­schule für Po­lizei in Baden Würt­tem­berg und an der FH Bund ­ Fach­be­reich Öf­fent­liche Si­cher­heit, bei­spiels­weise zu den Themen Ver­neh­mungs­psy­cho­logie, Lügen in Be­fra­gungen er­kennen, Verhör und Ver­neh­mung. Die Ver­an­stal­tungen zeigten wie groß das In­ter­esse und der Be­darf an wis­sen­schaft­lich zu­ver­läs­sigen Leit­li­nien und prak­ti­schen Übungen für die Praxis ist. Dieser Be­darf soll mit dem Pro­jekt ALIBI auf wis­sen­schaft­lich so­lider Basis ge­deckt werden. Dabei man­gelt es nicht an über­zeu­genden fach­wis­sen­schaft­li­chen Er­geb­nissen, son­dern an einer nut­zer­freund­li­chen Um­set­zung, die nicht in die Tri­via­lität von Koch­buch­re­zepten ab­rutscht und durch ent­stel­lende Ver­ein­fa­chung falsch wird. Ziel des Pro­jektes ist die Ver­knüp­fung fach­wis­sen­schaft­li­cher Er­kennt­nisse mit dem Wissen der Prak­tiker.

Im Pro­jekt ALIBI wird in­tern eine neue, mul­ti­me­dial un­ter­stützte Form in der Aus­bil­dung und Fort­bil­dung von Per­sonen ein­ge­setzt die sich übers In­ternet mit Be­fra­gungs­me­thoden und der Ein­schät­zung der Glaub­haf­tig­keit von Aus­sagen bei pro­fes­sio­nellen Be­fra­gungen von Men­schen be­schäf­tigt. Ins­be­son­dere geht es dabei um Ver­neh­mungen und Glaub­haf­tig­keits­be­ur­tei­lungen aber auch um Ex­plo­ra­tionen von sui­zi­dalen Per­sonen sowie Be­gut­ach­tungen von trau­ma­ti­sierten Asyl­be­wer­bern. Ziel­gruppen sind Po­li­zei­be­amte, Staats­an­wälte, Richter, Rechts­an­wälte, Psy­cho­logen und alle Per­sonen, die Be­fra­gungen oder Ver­neh­mungen durch­führen, bei denen der Wahr­heits­ge­halt der Aus­sagen von er­heb­li­cher Be­deu­tung ist.

Die mul­ti­me­diale Lern- und Ar­beit­sum­ge­bung für Be­fra­gungen, ver­bindet die Be­fra­gungs­stra­tegie (Ver­neh­mungs­taktik) mit der Ein­schät­zung der Glaub­haf­tig­keit von ver­balen und non­ver­balen Merk­malen. Die theo­re­ti­sche Dar­stel­lung soll durch eine pro­blem­ori­en­tierte und pra­xis­nahe Her­an­ge­hens­weise er­gänzt werden.


[ In­halt ] Her­ma­nutz, M., Litzcke, S.M. & Kroll, O. (2005). Po­li­zei­liche Ver­neh­mung und Glaub­haf­tig­keit – Ein Trai­nings­lei­t­faden. Stutt­gart: Boor­berg.

[ In­halt ] Her­ma­nutz, M. & Litzcke, S.M. (2006). Ver­neh­mung in Theorie & Praxis: Wahr­heit - Irrtum –Lüge. Stutt­gart: Boor­berg.

 

Die Wirk­sam­keit eines Ver­neh­mungs­trai­nings


An der FH-Po­lizei in Vil­lingen-Schwen­ningen werden Schwer­punkt­se­mi­nare zum Thema "Ver­neh­mung & Glaub­haf­tig­keit" an­ge­boten. In den Trai­nings werden die drei The­menschwer­punkte "Ver­neh­mungs­me­thodik und Ver­neh­mungs­tak­tiken", "recht­liche Rah­men­be­din­gungen für Ver­neh­mungen" und "erste Ein­schät­zung der Glaub­haf­tig­keit von Aus­sagen" be­han­delt. In­zwi­schen wurde die Eva­lua­tion un­serer Trai­nings­me­thoden stan­dar­di­siert. Vor Trai­nings­be­ginn wird eine Ver­neh­mung als Ein­gangs­test, nach jedem Trai­ning eine wei­tere als Ab­schluss­test durch­ge­führt, wel­cher am Ende des Se­mes­ters statt­findet. Die Ver­neh­mungen werden auf Video mit­ge­schnitten und später an­hand eines Aus­wer­tungs­bo­gens un­ter­sucht und be­wertet. Somit können Ver­hal­tens­Ã¤n­de­rungen beim Ver­nehmen und der Glaub­haf­tig­keits­be­ur­tei­lung in Ab­hän­gig­keit von den Trai­nings­in­halten und der Trai­nings­ge­stal­tung über­prüft werden.

Her­ma­nutz, M., Adler, F., Sie­bert, A. & Weber, R. (2006). Die Wirk­sam­keit eines Ver­neh­mungs­trai­nings. In Vor­be­rei­tung.



Pu­bli­ka­tionen (Stand: 11.6.2010) hier zum Dow­n­load als pdf-Datei (öffnet in einem neuen Fenster)