Polizei-Bachelor in Villingen-Schwenningen am 1. April 2009 gestartet
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 23. November 2009 um 10:07 Uhr
In der 30jährigen Geschichte der ältesten Polizeihochschule Deutschlands setzt der Bachelor-Studiengang neue Maßstäbe. Er bringt eine Reihe von Veränderungen mit sich, darunter auch einige neue Begriffe.
Von der Reform verspricht sich die Hochschule ein noch praxisnäheres Studienangebot, eine bessere Verzahnung der theoretischen und praktischen Inhalte, den Einstieg in eine fächerübergreifende Lehre sowie eine stärkere Leistungsorientierung bei den Studierenden.
Die Studienziele des baden-württembergischen "Polizei-Bachelors" sind konsequent an den Anforderungen für den gehobenen Polizeivollzugsdienst ausgerichtet. Europäischen Standards entsprechend wird die traditionelle Fächerstruktur durch ein System von Lernmodulen und Begleitfächern abgelöst. Der Studiengang ist in vier inhaltlich und chronologisch miteinander verzahnte Studienabschnitte "Grundpraktikum" (6 Monate), "Fachtheoretisches Grundstudium" (12 Monate), "Hauptpraktikum" (6 Monate) und "Fachtheoretisches Hauptstudium" (12 Monate) mit insgesamt 13 Modulen, 3 Begleitfächern und der Bachelor-Arbeit gegliedert. Der studentische Arbeitsaufwand ("Student Workload") auf dem dreijährigen Weg zur Bachelor-Urkunde ist mit 5.400 Leistungsstunden (900 pro Semester) veranschlagt, wobei den "Aufsteigern" aus dem mittleren Dienst das einsemestrige Grundpraktikum erlassen wird. Im Fachtheoretischen Hauptstudium (3. Studienjahr) können besonders leistungsorientierte Studierende zudem ein Wahlmodul über 150 Leistungsstunden belegen. In allen Modulen und Begleitfächern ("Einsatztraining/Sport I und II" sowie "Polizeiliches Fachenglisch/-französisch") sind Leistungsnachweise zu erbringen. Hierfür werden neben Schulnoten künftig auch entsprechende Punktwerte auf einer Skala von 1-15 vergeben, wie man sie von der gymnasialen Oberstufe kennt. Außerdem werden erfolgreich abgeschlossene Studienelemente mit so genannten ECTS-Leistungspunkten honoriert. Mit Erwerb der für das Pflichtprogramm vorgesehenen 180 ECTS-Leistungspunkte ist das Studium bestanden.
Die bisherige Diplomarbeit wird durch die im Umfang und Niveau vergleichbare Bachelor-Arbeit ersetzt. Neu ist auch, dass sich die Studierenden zum Abschluss des Hauptstudiums im Rahmen einer mündlichen Prüfung Fragen zum Inhalt ihrer wissenschaftlichen Arbeit stellen müssen (Verteidigung der Bachelor-Arbeit). Die schriftlichen und mündlichen Staatsexamensprüfungen in ihrer bisherigen Form entfallen. Aus dem Bachelor-Zeugnis werden neben den erzielten Noten und Punktwerten auch die Einstufung der Studienleistungen nach dem ECTS-Bewertungssystem sowie die Platzierung der Studierenden im Ranking der Studienjahrgänge hervorgehen.
Fragen richten Sie bitte an: wernerthimm@hfpol-vs.de
zur:
Einleitung des Akkreditierungsverfahrens für den Studiengang "Bachelor of Arts (B.A.)of Arts (B.A.) – Polizeivollzugsdienst/Police Service" der Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen Selbstdokumentation (PDF-Datei, öffnet in einem neuen Fenster)















