Studienort Villingen-Schwenningen

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Die Stadt Vil­lingen-Schwen­ningen ist in ihrer heu­tigen Form mit ca. 82.000 Ein­woh­nern als größte Stadt­ent­wick­lungs­maß­nahme in Baden-Würt­tem­berg aus der Ver­wal­tungs­re­form 1972 her­vor­ge­gangen. Die mit der Zu­stim­mung der Bür­ger­schaft ent­stan­dene neue Ge­biets­kör­per­schaft ist Ober­zen­trum der Re­gion Schwarz­wald-Baar-Heu­berg. Das Ge­mein­wesen kann dabei auf eine lange und tra­di­ti­ons­reiche Ge­schichte zu­rück­bli­cken. Im Jahre 999 wurde Vil­lingen durch Kaiser Otto III. das Markt-, Münz- und Zoll­recht ver­liehen. Nach einer fast fünf­hun­dert­jäh­rigen Zu­ge­hö­rig­keit zum Hause Habs­burg als vor­der­Ã¶s­ter­rei­chi­sche Stadt wurde Vil­lingen im 19. Jahr­hun­dert Amts­stadt im Groß­her­zogtum Baden. Gleich­zeitig be­gann eine In­dus­tria­li­sie­rung, die aus be­schei­denen An­fängen heraus im 20. Jahr­hun­dert be­kannte Firmen her­vor­brachte.

Schwen­ningen, ur­kund­lich erst­mals 817 er­wähnt, kommt 1444 an das Haus Würt­tem­berg. Ende des 19. Jahr­hun­derts kann Schwen­ningen be­reits eine be­acht­liche In­dus­trie mit dem Schwer­punkt der Uh­ren­fer­ti­gung auf­weisen. 1907 wurden dem da­mals größten Dorf im Kö­nig­reich Würt­tem­berg die Stadt­rechte ver­liehen.

Vil­lingen-Schwen­ningen liegt im Quell­ge­biet der Donau und des Neckars zwi­schen dem Schwarz­wald und den Hoch­flä­chen der Baar. Die Stadt ist über die Au­to­bahn Stutt­gart-Bo­densee und schie­nen­mäßig über die Schwarz­wald­bahn und die Gäu­bahn zu er­rei­chen.

In Vil­lingen-Schwen­ningen be­finden sich ver­schie­dene Mu­seen, eine städ­ti­sche Ga­lerie mit wech­selnden Aus­stel­lungen, Theater- und Kon­zer­treihen, eine gut aus­ge­stat­tete Stadt­bi­blio­thek, eine Ju­gend­mu­sik­schule und eine Volks­hoch­schule mit über­Ã¶rt­li­cher Be­deu­tung auf. Die Stadt ver­fügt über ein voll aus­ge­bautes Schul­wesen. Dazu ge­hören auch sieben all­ge­mein­bil­dende Gym­na­sien der ver­schie­densten Art und drei Re­al­schulen, eine Aka­demie des Hand­werks und eine tech­ni­sche Aka­demie zur be­ruf­li­chen Wei­ter­bil­dung. Meh­rere Hoch­schulen sind seit den 70er Jahren ent­standen und be­finden sich im wei­teren Ausbau. Es sind dies neben der Hoch­schule für Po­lizei eine Zweig­stelle der Fach­hoch­schule für Technik in Furt­wangen, eine Be­rufs­aka­demie, die staat­liche Hoch­schule für Musik in Tros­singen sowie das Stu­di­en­zen­trum der Fernu­ni­ver­sität Hagen.